Technology & InternetBringen Sie Ihr Unternehmen in Ihre Content Strategie

Oft wird behauptet, dass die Erstellung von unwiderstehlichen Inhalten und die Anziehung von Lesern/Zuhörern für diese Inhalte die schwierigste Aufgabe in Social Media und Content Marketing ist. Das ist falsch! Die größte Herausforderung im Content Marketing ist es, diese Leser und Zuhörer von den Inhalten auch auf die Firmenwebseite, die Produkte und Dienstleistungen zu bekommen, die sie eigentlich vermarkten wollen.

Unternehmen

Seien wir ehrlich: wir schreiben und produzieren diese Inhalte ja nicht nur zu unserem Vergnügen, nicht umsonst bezeichnen wir den Spaß als Content MARKETING - denn wir wollen etwas vermarkten, wir wollen mehr Umsatz, mehr Verkäufe, mehr Unterstützung für unser Unternehmen.

Gute Inhalte sind relativ leicht zu verbreiten, wenn man einmal die Prozesse verstanden hat. Was man aber eigentlich erreichen will, ist, das Publikum auf Ihr Geschäft aufmerksam zu machen. Dazu muss der geneigte Leser überhaupt erfahren, was Sie eigentlich machen. Wenn Sie das nicht schaffen, dann werden die Ergebnisse Ihrer Marketingbemühungen weit hinter Ihren Erwartungen zurück bleiben und am Ende des Tages nur das Marketingbudget belasten. Insbesondere für Unternehmen ist es eine schwierige Gratwanderung: Inhalte zeigen individuelle Perspektiven; Blogbeiträge und Forendiskussionen werden von Personen (Mitarbeitern, Führungskräften) geführt. Produkte und Services des Unternehmens selbst spielen - wenn überhaupt - eine untergeordnete Rolle. 

Wie also stellt man die Verbindung zwischen Inhalten und Unternehmen her, ohne wie ein Slogan-Relikt der Werbeindustrie der 50er Jahre zu klingen?

Hier ein paar grundlegende Tipps, wie Sie Ihr Unternehmen wieder in die Content Marketing Strategie integrieren können:

1. Verlinken Sie auf Ihr Unternehmen sowie Ihre Produkte und Dienstleistungen wo immer Sie können 

Das heisst nicht, dass Sie eine endlose Selbstpromotion Ihrer Angebote machen sollten - im Gegenteil. Ein Grund, warum viele B2B Unternehmen nicht die gewünschten Erfolge mit Social Media und Inhalten haben, ist, dass ihre Inhalte entweder ausschließlich von ihren eigenen Produkten und Angeboten handeln oder aber dass sie ihre Angebote komplett aus den Inhalten raus lassen. Das Erste schreckt Zuhörer ab, das Zweite erzeugt einach keine Aufmerksamkeit für das Unternehmen. Nahezu alle Medien, in denen Inhalte eingebracht werden können, basieren auf persönlicher Interaktion. “Social Media” ist persönlich, keine Frage - aber damit Unternehmen etwas aus den Social Media Aktivitäten zurück bekommen, müssen sie Teil der Aktivitäten und Inhalte werden.

  • Verlinken Sie die Unternehmenshomepage in der Autoren-Biographie
  • Verlinken Sie zu Produkten und Services innerhalb der Artikel (wo es passt!) 
  • Füllen Sie ein Unternehmensprofil aus und sorgen Sie dafür, dass Mitarbeiter, die im Namen des Unternehmens an Social Media teilnehmen, auch wirklich auf das Unternehmen zugeordnet werden (Anmerkung: das geht nicht nur bei LinkedIn und Xing. Bei exploreB2B beispielsweise gibt es Personen- und Unternehmensprofile und nicht nur die Personen erhalten eine Veröffentlichungsliste, sonder auch Unternehmen können so über die Summe der Beiträge von Mitarbeitern Expertise aufbauen) 

Beispiel: unsere Mitarbeiterin, Erin Nelson, hat einen Beitrag über ein verwandtes Thema geschrieben - im Text finden sich weiterführende Links und die Autorenbiographie verweist auf die Twitteraccounts sowohl von Erin als auch von exploreB2B und verlinkt die Homepage selbst. (Punkt #5 auf der Liste der Do’s.)

Zugegeben, das ist im Englisch-sprachigen Raum wesentlich einfacher, da dort die Restriktionen was Links in Gastbeiträgen angeht wesentlich weniger hart sind.

2. Schreiben Sie Beiträge über Ihre Produkte und Dienstleistungen 

Auch wenn die Grundlagen für gutes Content Marketing Ihnen einbläuen, dass Sie nicht Ihre Produkte vermarkten sollen, sondern hilfreiche Informationen aus dem Branchenumfeld liefern sollen - wenn Sie einmal soweit Vertrauen aufgebaut haben, dass Ihre Leser Ihre Information wertschätzen, dann wollen diese Personen auch wissen, was Sie eigentlich anbieten. Der Hintergrund hinter den Informationen trägt ebenfalls zu Vertrauen in Expertise und Fachwissen bei. Verlinken Sie dann auf Ihre eigene statische Webseite mit einer Produktbeschreibung, dann ist das ein guter Anfang, aber es gibt viel mehr Möglichkeiten.

Es gibt viele interessante Möglichkeiten zu beschreiben, was Sie anbieten: Kundeninterviews, Projektgeschichten, Anwendungsbeispiele, Herausforderungen und Berichte, wie Ihr Angebot bei der Lösung hilft uvm. Auch wenn es schwieriger ist diese “werbenden” Beiträge auf Blogs oder in Foren zu platzieren, es gibt gute Möglichkeiten dazu: Ihr eigener Blog und offene Veröffentlichungsplattformen lassen diese Beiträge zu und hier sollten sie auch Teil der Content-Strategie sein. Seien Sie dabei vorsichtig und überschreiten Sie nicht die Linie von endloser Eigenwerbung - sonst verlieren Sie Interesse, Respekt und Vertrauen Ihrer Zuhörer.  Streuen Sie Hinweise und Anmerkungen zu Ihren Produkten und Leistungen in Ihre Inhalte ein - hier den richtigen Mittelweg zu finden, macht einen guten Vermarkter aus: keine Werbung, aber eine Erinnerung, wer Sie eigentlich sind, an der ein oder anderen Stelle ist nicht nur erlaubt, es erläutert Ihrer Leserschaft auch, was diese von Ihnen bekommen kann. 

3. Verlinken Sie auf Ihre Angebote

Wenn Sie sich für eine Inhalte-Strategie entscheiden, dann werden Sie auch herausfinden, welche Inhalte die richtigen sind, um sich in Ihrer Zielgruppe einen Namen zu machen und wie Inhalte mit Ihren Produkten und Leistungen zu tun haben können, ohne nur von Ihren Podukten zu handeln. Wenn Sie sich einmal quer durch Ihre Branche schreiben, stellen Sie sicher, dass die Inhalte im Zusammenhang mit Ihrem Arbeitsgebiet bleiben und verlinken Sie Artikel, die Ihre Produkte und Angebote erklären (siehe auch Punkt 2). Diese Möglichkeit ist in Gastbeiträgen oft beschränkt (Anzahl erlaubte Links, Linkziel), deutsche Blogs agieren hier besonders einschränkend. Auf Ihrem eigenen Blog, tun Sie das wahrscheinlich ohnehin, allein schon um von aktuellen Posts wieder auf ältere Inhalte zu verweisen. Auf Plattformen wie exploreB2B ist das sogar gewünscht, denn letztlich ist das Ziel von exploreB2B die Vernetzung zu Produkten und Angeboten, also sollten diese auch vorgestellt werden dürfen. 

4. Beziehen Sie weitere Mitarbeiter ein 

In Social Media treten Personen oft als Einzelpersonen auf. Im B2B Bereich sind Unternehmen aber keine Personen. Für die Unternehmensreputation ist es wichtig, dass ein Unternehmen nicht nur ein Gesicht hat, insbesonderen wenn dieses Gesicht “nur” die Marketingabteilung ist. Wenn Kollegen, Mitarbeiter und Experten aus Ihrem Unternehmen ebenfalls Artikel veröffentlichen und aktiv an Social Media teilnehmen: linken Sie! Erwähnen Sie Kollegen, verlinken Sie gute Inhalte Ihrer Experten, reden Sie mit Mitarbeitern! Zeigen Sie Ihrem Publikum mehr als ein Gesicht Ihres Unternehmens! Einige Social Media Plattformen erlauben die Verlinkung von Mitarbeitern zu Unternehmensprofilen (LinkedIN, Xing), manche Plattformen stellen sogar eine Liste von Beiträgen der zugeordneten Mitarbeiter bereit und ermöglichen so ein umfangreiches Unternehmensprofil durch die Inhalte der Mitarbeiter (exploreB2B) - viel aussagekräftiger für das Unternehmen als nur ein Mitarbeiter alleine jemals erzeugen könnte. 

Die Wahrheit ist: die besten Inhalte werden Ihnen keine Geschäfte generieren, wenn die Leser/Zuhörer gar nicht wissen, wer Sie sind, für wen Sie arbeiten, was Sie und Ihr Unternehmen anbieten. Auch wenn es wahr ist, dass Social Media persönlich ist und Menschen lieber mit Menschen in Beziehung treten und kommunizieren als mit Unternehmen, im B2B Bereich kann das Unternehmen nicht aus dem Bild heraus gelassen werden, denn Geschäfte macht man am Ende des Tages mit Unternehmen. Um eine Content Marketing Strategie für ein Unternehmen erfolgreich zu machen, müssen Sie das Unternehmen in die Content Marketing Strategie integrieren!

Sie benötigen Unterstützung bei Ihrem eigenen Content Marketing und Social Media? Wir helfen Ihnen gerne weiter, sprechen Sie uns an - hier gibt es mehr Informationen.

Author

Susanna_gebauer_exploreb2bDr. Susanna GebauerexploreB2B GmbHGeschäftsführer, Gründer

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